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Was heißt "Makaranta"?

In der Haussa-Sprache, die im Niger, in Nord-Nigeria und als "lingua franca" in weiten Teilen Westafrikas gesprochen wird, bedeutet "Makaranta" das, was der Makaranta e.V. unterstützen will: "Schule".

Warum gibt es Makaranta?

Die wirtschaftliche, soziale, politische und kulturelle Entwicklung und Zukunft eines Landes hängt in hohem Maße von der schulischen Grundbildung der Menschen ab.

In der Dritten Welt, zumal in Afrika, können längst nicht alle Kinder in eine gute Grundschule gehen. Die Förderung der Grundbildung ist daher eine der wichtigsten Entwicklungshilfen, die wir leisten können.

Der Verein Makaranta zeichnet jährlich und mit Hilfe eines Wettbewerbs vorbildliche afrikanische Grundschulen mit einem Preis aus und hebt sie damit öffentlich als beispielhaft hervor, damit ihre Leistungen anderen zur Nachahmung dienen können.

Als vorbildlich gelten uns pädagogische Leistungen, die Schulen aus eigener Kraft erbringen, also im Wesentlichen ohne ausländische Mitwirkung.

 

Wie und wann ist Makaranta entstanden?

Im Laufe seiner Tätigkeit als Landesbeauftragter des Deutschen Entwicklungsdienstes DED im Niger (1983-86) gewann Kurt Gerhardt die Überzeugung, dass die Förderung der Grundbildung zum Wichtigsten gehört, das wir für Afrikas Kinder tun können. So kam es zur "Makaranta"-Idee und im September 1986 zur Gründung der nigrischen "Fondation Makaranta". Sie wurde mit einem  (vor allem aus deutschen Quellen stammenden) Kapital von 10 Millionen Francs CFA (65.000 DM) ausgestattet, aus dessen Zinsen der Makaranta-Preis für die jeweils beste Grundschule finanziert werden sollte.

Gründungsmitglieder waren:

                              Mahamane Ada, INDRAP

                               Hassane Saley, DPV / MAG / E

                               Kamayé Moussa, INFRA / ANAC

                               Frank Vias, École Neuve

                               Mme. Moumouni, Aissata, Lycée Kouara

                               Brah Moussa, Université de Niamey

                               Attaher Darkoye, MHE

Die nigrische Staatsbank BDRN, bei der das Stiftungskapital angelegt war, ging 1992 in Konkurs, das Kapital war damit weitgehend verloren. Die Stiftung konnte danach keinen Wettbewerb mehr durchführen.

Weil trotz dieser Enttäuschung der Makaranta-Gedanke überzeugend und lebendig blieb, wurde im Jahre 2001 in Köln der gemeinnützige Verein „Makaranta e.V.“ gegründet. Im selben Jahr nahmen die Makaranta-Aktivitäten einen zweiten Anlauf, diesmal unter dem Dach des neuen e.V. - und zwar wieder im Niger. Hinzu kamen im Lauf der Jahre Burkina Faso, Mosambik, Sambia und Uganda.

Der Verein stellt für die Schul-Wettbewerbe die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Aber natürlich können die Wettbewerbe in Afrika nicht von Köln aus organisiert und durchgeführt werden. Deshalb ist es die wichtigste Aufgabe des Vereins, in afrikanischen Ländern kompetente, vertrauenswürdige und ehrenamtliche Projektpartner für die Wettbewerbe zu finden und deren Arbeit zu begleiten.

Die Satzung des Makaranta e.V. finden Sie hier.

 

Einige Mitglieder des Makaranta e.V.

 

Kurt Gerhardt

Erster Vorsitzender, Journalist, ehem. Redakteur beim WDR

Kurt Gerhardt arbeitete von 1983 bis 1986 als DED-Beauftragter im Niger. Auf ihn geht die Idee des Makaranta e.V. zurück.  Am "Bonner Aufruf", einer kritischen Initiative "für eine andere Entwicklungspolitik", ist er maßgeblich beteiligt.

 

Georg Bungter

Zweiter Vorsitzender, ehem. Redakteur beim WDR

Georg Bungter wohnte während des Studiums in einem internationalen Wohnheim. Die Begegnungen dort gaben den Anstoß zu seinem Interesse an der Entwicklung der Welt, die wir wie selbstverständlich als "die dritte" nummerieren.

 

Günter Schlicht

Schatzmeister, Rechtsanwalt in Köln

Er interessiert sich seit langem für Afrika und teilt die Überzeugung,
dass Förderung der Grundbildung wesentliche Voraussetzung für die weitere
Entwicklung afrikanischer Länder ist.

 

Helmut Rehmsen

Journalist

Helmut Rehmsen arbeitet als freier Journalist und Moderator für den Westdeutschen Rundfunk. Er wurde durch seine Arbeit als Redakteur im WDR-2-Mittagsmagazin für die Problematik der Entwicklungspolitik sensibilisiert.

 

Dr. Udo Bude

ehem. Leiter der Abt. Grundbildung in der früheren Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE).

Langjährige Aufenthalte in Kamerun und Pakistan. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema "Bildung und Entwicklung in der Dritten Welt".

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